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Waldohreule 1 Titelbild

Die Waldohreule gehört zu den häufigsten Eulen in der Schweiz, ebenso in Deutschland. Trotzdem sieht sie der Mensch kaum, da sie nachtaktiv ist und den Tag sitzend auf einem Baum verschläft. Ihr rindenfarbenes Gefieder tarnt sie hervorragend.

Waldohreule 2 Kopffedern

Eulen faszinieren viele Menschen, ein Grund mag sein, dass sie wie wir beide Augen vorne im Gesicht haben. Auffällig bei der Waldohreule sind die langen Federohren, die aber keine Ohren sind, sondern verlängerte Kopffedern. Sie dienen der Kommunikation mit Artgenossen und drücken auch ihre Gemütslage aus.

Die Waldohreule jagt in der Dämmerung und in der Nacht, ihre bevorzugte Nahrung sind Mäuse. Sie ortet ihre Beute aber nicht ausschliesslich mit den Augen, sondern vor allem mit ihrem feinen Gehör. Die beiden Ohröffnungen sitzen etwas verschoben an den Kopfseiten, befinden sich also nicht auf gleicher Höhe. Dadurch können sie Geräuschquellen besser wahrnehmen und raschelnde oder piepsende Mäuse zentimetergenau orten. Der Gesichtsschleier spielt bei der Wahrnehmung von Geräuschen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wie eine Satellitenschüssel verstärkt er die Töne und leitet sie zu den Ohren. Ein weiterer Vorteil ist der praktisch geräuschlose Flug dank der samtartigen Struktur auf den Federn und weil die äussersten Schwungfedern gezähnte Federsäume („Eulenkamm“) haben. So ausgerüstet entgeht keine Maus den scharfen Krallen des heimlichen Jägers.

Waldohreule 3 Kopfdrehung

Wie andere Eulen ist die Waldohreule in der Lage, ihren Kopf so stark zu drehen, dass sie beobachten kann, was hinter ihrem Kopf passiert, ohne dass sie ihre Körperposition ändern muss. Diese besondere Drehfähigkeit des Halses verdankt sie ihren 14 Halswirbeln, der Mensch verfügt nur über deren sieben.

Männliche Waldohreulen suchen bereits im Winter nach einem geeigneten Nest. Sie bauen kein eigenes Nest, sondern übernehmen alte Krähennester und manchmal auch die Horste von Greifvögeln. Ist ein geeignetes Nest ausgewählt, lockt der Vogel das Weibchen mit Gesängen an den Neststandort. Das Balzritual nimmt seinen Lauf, wobei die Eulen sich immer wieder fallen lassen und laut mit den Flügeln klatschen. Manchmal erhält das Weibchen Mäuse als Brautgeschenk. Die Paarung wird am Horst vollzogen.

In einem guten Mäusejahr legt das Weibchen sechs bis acht Eier, in einem schlechten Mäusejahr sind es nur drei bis fünf. Das Weibchen bebrütet die Eier alleine, sein Partner versorgt es in dieser Zeit mit Mäusen. Ende April bis Mitte Mai erblicken die Küken das Licht der Welt. Die Mutter betreut ihren Nachwuchs rund um die Uhr, sie hat einen Full-time-Job. Das Männchen beschafft die Nahrung. Mäuse werden vom Weibchen in schnabelgerechte Stücke zerrissen.

Waldohreule 4 Aestlinge

Nach rund drei Wochen verlassen die Jungvögel das Nest. Fliegen können sie noch nicht, sie klettern aber auf Äste und fordern nachts laut fiepend die Eltern auf, Futter zu bringen. In diesem Alter bezeichnet man die Jungeulen als Ästlinge. Später erlernen sie das Fliegen und die Eltern zeigen ihnen, wie man Mäuse fängt. Im Alter von etwa 10 Wochen wissen sie, wo und wie man eine Maus packt.

Waldohreule 5 GewoelleDa Waldohreulen Teile ihrer Nahrung wie Haare und Knöchelchen nicht verdauen können, werden diese als Gewölle herausgewürgt. Oft verraten die Gewölle den Standort von Waldohreulen und die genaue Untersuchung der Gewölle zeigt, was die Vögel fressen. Nebst Mäusen sind es ab und zu auch andere Kleinsäuger, Amphibien, Reptilien oder kleine Singvögel.

Nachdem die jungen Eulen im Sommer selbstständig sind, suchen sie sich ein eigenes Gebiet in der näheren Umgebung. Ein Rekord ist allerdings dokumentiert: Eine in der Schweiz beringte Jungeule fand man 2500 km entfernt in Russland! Über das Wanderverhalten der Art ist allerdings noch wenig bekannt.

Waldohreule 6 Jungeule

Trotz ihres Namens meiden Waldohreulen das Innere von grösseren Wäldern. Ihre Hauptnahrung – Mäuse –erbeuten sie nämlich am einfachsten auf Wiesen und Weiden und nicht im Wald. Ihr optimaler Lebensraum ist der Übergangsbereich zwischen Wald und Ackerland. Dazu gehören lichte Waldpartien, Hecken, Obstbäume, Magerwiesen, Weiden und Buntbrachen. Halboffene Lebensräume sind also sehr wichtig, schrumpfen aber leider immer mehr zusammen durch die intensive Landwirtschaft und das Ausräumen der Landschaft. Zudem fordern Verkehr und Freileitungen viele Opfer. Wichtig ist auch, dass keine Rabenkrähen-Paare abgeschossen werden, da diese das nötige Nest für die Waldohreule bauen und zugleich Jungkrähenschwärme vom Eulenrevier fernhalten. Einem fatalen Verhalten wurde im Jahr 2012 in der Schweiz Einhalt geboten: Zur Brutzeit schoss man in Krähennester, dies wurde natürlich auch Waldohreulen zum Verhängnis. Heute haben auch Rabenkrähen von Mitte Februar bis Ende Juli Schonzeit.

Waldorheule 7 Greiffuesse

Waldohreulen sind Standvögel, das heisst, sie überwintern bei uns. Zuzug erhalten unsere einheimischen Eulen von Vögeln aus Nord- und Osteuropa, die in der kalten Jahreszeit wärmere Gefilde bevorzugen. Sie vergesellschaften sich mit den bei uns lebenden Waldohreulen und haben gemeinsame Ruhe- und Schlafplätze in einem Baum, meist ist es ein Nadelbaum.

Damit der Waldohreulen-Bestand nicht zurückgeht, sind der Erhalt und die Förderung ihres Lebensraums besonders wichtig. Im Zuge der Bestrebungen nach mehr Artenvielfalt ist es wünschenswert, dass die Übergänge zwischen Wald und Kulturland aufgewertet werden und eine grössere Strukturvielfalt aufweisen. Eine Buntbrache oder Hecken beispielsweise beherbergen viele Mäuse und ermöglichen den Waldohreulen ein gutes „Fangergebnis“, sobald die Mäuse sich aus der Deckung wagen. Aus diesen Gründen war die Waldohreule in der Schweiz Vogel des Jahres 2014.

Waldohreule T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht können Sie hier kostenlos herunterladen: Waldohreule.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

 

Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG.2.6

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  • Unterschied

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 24, 2020 | 02:00 am

    Unterschied


    Eines Tages bat ein Heiliger den lieben Gott: "Herr, ich würde gerne wissen, wie es im Paradies und in der Hölle aussieht." Gott führte den Heiligen zu zwei identischen Türen. Er öffnete die eine und erlaubte dem Mann, hineinzuschauen. Dieser sah einen grossen, runden Tisch. In der Mitte des Tisches stand eine riesige Schüssel, gefüllt mit einer Mahlzeit, die einen köstlichen Duft ausströmte. Dem Heiligen lief das Wasser im Munde zusammen.

    Die Menschen, die um den Tisch herum sassen, waren mager und sahen kränklich aus. Alle schienen sehr hungrig zu sein. An ihren Armen waren Löffel befestigt, deren Stiel sehr, sehr lang war. Alle konnten damit gut in die Schüssel greifen und sich etwas davon herausnehmen, doch da der Löffelstiel länger war, als ihr Arm, gelang es ihnen nicht, die Nahrung zum Mund zu führen. Der Heilige zitterte, als er ihre Not und ihr Leiden sah.Gott sagte: "Du hast jetzt die Hölle gesehen."

    Gott und der Heilige wandten sich nun zur zweiten Türe. Gott öffnete sie.

    Die Szene, die der Heilige jetzt sah, war genau die gleiche, wie die vorherige. Da war dieser grosse, runde Tisch, die Schüssel mit der Mahlzeit, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen liess. Die Menschen um den Tisch herum hatten ebenfalls Löffel mit ebenso langen Stielen. Sie waren jedoch im Gegensatz zu den anderen wohlgenährt, glücklich und plauderten lächelnd miteinander. Der Heilige sagte zu Gott: "Ich verstehe das nicht."

    "Ganz einfach", antwortete Gott, "diese hier haben gelernt, dass der Löffel mit dem überlangen Stiel nicht dazu dient, sich selber zu ernähren ... doch man kann damit sehr wohl seinem Nächsten zu essen geben. Sie haben also gelernt, sich gegenseitig zu ernähren. Jene am anderen Tisch hingegen denken nur an sich selber ...

    Hölle und Paradies haben genau die gleiche Struktur ... der Unterschied liegt in uns selber drin."

    Quelle: spicchi di limone

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  • Das Einmaleins - verblüffend einfach!

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 23, 2020 | 02:00 am

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  • Internationaler Holocaustgedenktag

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 22, 2020 | 02:00 am

    Internationaler Holocaustgedenktag

    Der Interntaionale Holocaustgedenktag am 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland ein gesetzlicher Gedenktag. An diesem Datum wird an die Opfer des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg gedacht. Viele Menschen, die den Nazis unbequem waren, wurden in Konzentrationslagern umgebracht. 2005 wurde dieser Tag durch die Vereinten Nationen zu einem Internationalen Gedenktag erklärt.

    Zur Nachbereitung des eindrücklichen Videos empfehle ich das Heft

     

    Holocaust
    sowie eine interessante Webseite: Kinder im Ghetto.

     

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  • Winterliche Zahlenrätsel: Addition bis 20

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 21, 2020 | 02:16 am

    Winterliche Zahlenrätsel: Addition bis 20


    Auch Erst- und Zweitklässler lösen gerne Rätsel. Mit diesen 3 x 3 (und zwei 4 x 4) - Quadraten suchen die Schülerinnen und Schüler die Werte der winterlichen Bilder. Dabei üben sie die Addition und das Ergänzen sowie erste algebraische Funktionen, indem sie die fehlenden Zahlen mit Hilfe der bereits bekannten herausfinden.

    Download (farbig und schwarzweiss): Winterliche Zahlenrätsel

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  • Buchstabenkarten: Kreativ Denken

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 20, 2020 | 02:26 am

    Buchstabenkarten: Kreativ Denken


    Als eine Art Ergänzung zu den Buchstabenkarten für die Unterstufe habe ich Buchstabenkarten für die etwas grösseren Schülerinnen und Schüler erstellt, bei dem kreatives Denken gefragt ist. Auf je 6 Karten pro Buchstaben des Alphabets werden Wörter gesucht, sind Ideen zur Verwendung von und Umgang mit Gegenständen, Vor- und Nachteile, Erinnerungen usw. gefragt.

    Die Karten sind ideal für Freiarbeit, als Zusatzaktivität für Schülerinnen und Schüler, die eine Arbeit früh beendet haben, für kurze Pausen, als Einstieg beim Schulbeginn usw. Sie sollen auf kurzweilige Art das Denken und die Kreativität anregen.

    Sie eignen sich für die 2.-5. Klasse.

    Download: Buchstabenkarten: Kreativ denken

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  • Unser kleiner Bär im Zoo

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 19, 2020 | 02:46 am

    Ein wunderbares neues Lied von Markus Sosnowski für Kinder im Kita - und Kindergartenalter zum Singen, Tanzen und Bewegen.

    Unter dem Video findet man den Text und eine Anleitung zum Spielen.

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  • Knacknuss 475

    Lehrmittelperlen.net | Hauptseite Jan 18, 2020 | 08:15 am

    Knacknuss 475


    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

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 Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab.

Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Version. Sie sind mit D/A bezeichnet.
 
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